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Gib Fäustchen!

29 Jul

Fäustchen KatzeHigh Five war gestern. Die junge Generation begrüßt sich Faust an Faust. Nun schlägt eine englische Studie vor, die Mode zur Sitte zu machen. Denn anscheinend werden beim Fist Bumping bedeutend weniger Keime und Krankheitserreger übertragen als beim klassischen Händeschütteln.

Studienleiter Dr. Dave Whitworth forschen nach Maßnahmen, die zu mehr Hygiene am Arbeitsplatz beitragen. Dabei rückten auch unsere traditionellen körperlichen Begrüßungsrituale in den Fokus. Die Forscher tränkten Handschuhe in einer Brühe mit Escherichia coli, ein Darmbakterium, das Krankheiten wie Durchfall und Harnröhrenentzündungen verursachen kann. Dann begrüßten sie ihre Kollegen, die keimfreie Handschuhe trugen, per Händeschütteln, Handschlag oder mit der Faust. Anschließend untersuchten sie alle Handschuhe nach übertragenen Bakterien.

Als größter Keimtransporter entpuppte sich das klassische Händeschütteln. Es überträgt doppelt so viele Keime wie ein kräftiger Handschlag. Noch hygienischer ist das Fäustchengeben, das nur ein Zehntel der Keime überträgt.

Viele Keime brauchen den direkten Haut an Haut-Kontakt um von einer Person zur nächsten zu wandern. Da der Kontakt beim Fäustchengeben viel kürzer ist und eine geringere Hautoberfläche betrifft, findet kaum eine Übertragung statt. Bleibt noch zu klären, inwiefern die Keimübertragung im Verhältnis zu anderen Infektionswegen, wie zum Beispiel Tröpfcheninfektion, eine wichtige Rolle spielt.

Kiffen gegen Krebs? – Warum die Cannabis-Debatte nicht auf dem Rücken der Wissenschaft ausgetragen werden darf

22 Jul

Cannabis-Diet-For-Cancer-PatientsZug um Zug schrumpft ein Tumor… die Vorstellung, dass ausgerechnet eine verbotene Droge das Wundermittel gegen Krebs sein soll klingt zu gut um wahr zu sein. Und jetzt will ein Forschungsteam der Universität East Anglia, England genau das bewiesen haben. Die Forscher wollen herausgefunden haben, dass Tetrahydrocannabiol (THC), der psychoaktive Wirkstoff in Cannabis, das Wachstum von Tumoren stark ausbremst. Dies folgern sie aus einem Experiment mit Mäusen, denen sie Proben von menschlichen Brustkrebszellen eingepflanzt hatten. Die wachstumshemmende Wirkung erfolgt laut der Studie über den CB2-Rezeptor, ein körpereigenes Signalmolekül über das THC seine Wirkung entfaltet. Dieses Eiweiß blockiert die Signalkette, die normalerweise die Teilung der Tumorzelle in Gang setzen würde.

Cannabis soll also den Krebs in Schach halten können – das glauben manche Forscher schon seit einigen Jahren. Bereits 2007 gelang es Wissenschaftlern am Amerikanischen Krebsforschungsinstitut Das Wachstum von Lungentumoren mithilfe von THC um die Hälfte zu verringern. Eine kalifornische Studie berichtete 2012 von einem Experiment, bei dem es ihnen gelang die Streuung von Lungentumoren (Metastasierung) mit Hilfe des Cannabis-Inhaltsstoffes Cannabidiol auszubremsen.

Für die Kifferszene sind solche Studien ein gefundenes Fressen und ein willkommenes Argument in der Debatte um die Legalisierung. Denn sollte Cannabis sich im Kampf gegen Krebs tatsächlich als Wundermittel erweisen, würde die Droge um einiges an Anerkennung gewinnen. In einigen Teilen der Welt wird Kiffen bereits als das biologische Rauchen gehandelt und so manche Regierung denkt darüber nach Cannabis zumindest für medizinische Zwecke zu legalisieren (siehe USA). Ist es gerechtfertigt, solche Studien als Argument im Streit um die Legalisierung einzusetzen?

Zunächst einmal haben sich die in Deutschland zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Kranken zwar bewährt. Das bedeutet aber nicht, dass sie gesunden Menschen genauso gut tun. Versuchen Sie es doch mal mit einer Chemo-Kur im Sommerurlaub… Für die Frage, ob Cannabis als Spaßdroge wie Zigaretten oder Alkohol gehandelt werden sollte, sind die medizinischen Effekte also nicht relevant.

Aber wäre es, angesichts der Studien nicht angebracht, die qualvolle Chemotherapie gegen einen Coffeeshop auf der Krebsstation auszutauschen? Eher nicht… auch, wenn die Tiermodelle Erfolg versprechen. Im menschlichen Körper funktioniert vieles anders als in dem einer Maus und ob THC oder CBD als Medikation in Frage kommen und für welche Arten von Krebs das gilt, ist noch lange nicht geklärt. Bisher liegt nur eine klinische Studie vor, bei der THC sich zwar nicht als schädlich, aber auch nicht als besonders hilfreich erwies: alle Teilnehmer erlagen ihrem Krebs innerhalb des ersten Jahres. Außerdem existieren weitere Studien, die den Cannabis-Stoffen wenig Gutes nachsagen: hohe Dosen THC können wichtige Blutgefäße beschädigen und dadurch das Tumorwachstum anregen, Cannabis störe das Immunsystem beim Aufspüren und Entsorgen von Tumorzellen. Unwahrscheinlich ist auch, dass die Einnahme der Substanzen per Joint erfolgt, denn die Cannabis-Pflanze enthält davon viel zu wenig für eine erfolgreiche Therapie. Kiffen wird sich demnach auch nicht als Krebsvorsorge etablieren. THC und CBD ließen sich zwar auch in Tablettenform verabreichen, die höhere Dosierung könnte aber auch zu stärkeren Nebenwirkungen führen.

Wer etwas sucht, findet zum Thema Cannabis in etwa genauso viele positive wie negative Studien. Verständlicherweise erfreuen erstere sich großer Beliebtheit bei Journalisten, da „Kiffen gegen Krebs“ nun mal eine bessere Schlagzeile abgibt als „Immer noch kein Wundermittel gegen Krebs entdeckt“.

Doch gerade solche Schlagzeilen wären auch überhaupt nicht angebracht. Für den medizinischen Laien entsteht Eindruck, dass die Tiermodelle tatsächlich eine Art Beweis darstellen. Bei Betroffenen und Angehörigen wecken sie Hoffnungen, die nicht gerechtfertigt sind. Und nicht zuletzt schaden sie dem Ruf der Wissenschaft. Denn bei all diesen tollen Schlagzeilen kann man sich doch nur fragen , warum überhaupt noch Menschen an Krebs sterben.

Nichts kann uns aufhalten

18 Feb tumblr_lg21zwZWVR1qb6gvao1_1280

Wie unser Gehirn unsere Risikobereitschaft reguliert

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Kranke Düfte

24 Jan

Disease DiagnosisWenn sich ein kranker Mensch mit uns im Raum befindet, spüren wir das, noch bevor wir ihn sehen. Kalter Schweiss, Eiter und ein Hauch von Elend mischen sich in der Luft zu einem unangenehmen Geruch zusammen, der uns sagt “Halte Abstand von diesem Menschen”. Die Duftstoffe, die ein Kranker ausstrahlt sind ein natürliches Warnzeichen für seine Mitmenschen. Continue reading

Weltraum-Zoo: die Top 10 der tierischen Astronauten

27 Sep

Animals+in+space+suits+thread+anyone+_74604f12cd3f5de2a2b1b90626d6b729Vor fast 45 Jahren ging Neil Armstrong als erster Mann auf dem Mond in die Geschichte ein. Millionen Menschen sahen am 20. Juli 1969 zu, wie Armstrong mit seinem Kollegen Edwin Buzz Aldrin Jr. Gesteinproben sammelten um sie zur Untersuchung auf die Erde zu bringen. Ein kleiner Schritt für Armstrong, ein grosser Schritt für die Menschheit und vor allem ein riesiger Erfolg für die NASA gegenüber der russischen Konkurrenz.

All dies wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne die vielen, unfreiwilligen Pioniere, die Armstrong und Gagarin vorausgingen.
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Meine bessere Hälfte ist eine Hexenmeisterin

19 Sep

WoWScrnShot_020711_013038Sie sind nicht echt. Sie leben nur so lange, bis wir die Playstation abschalten. Dennoch haben wir eine ganz besondere Beziehung zu unseren virutellen Charakteren. Unsere Avatare sind unsere besten Freunde und Vorbilder. Continue reading

Fleischland Deutschland

12 Sep

Grüne Veggie Day BlogVeggie Day in Deutschland? Geht’s noch? In Deutschland lässt man sich doch nicht vorschreiben, was man zu essen hat. Mit dieser Botschaft werden die Grünen zur Zeit in den Medien nieder gestampft. Zurecht?
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This Is My Corn

You people are guests in my corn

lovebeatshate

"Kindess is a language that the deaf can hear and the blind can see" ~Mark Twain

DownHouseSoftware

Getting Down with Education

LIVE LONG AND PROSPER

Joined-up thinking on brand, design and sustainability for lasting competitive advantage

This little light of mine

by Filip Radulovic

someone somewhere

from beyond the rainbow somewhere

Hypergeometric

Jan Galkowski's musings on data, science, statistics, and abrupt climate change. For fun and work, I push the frontiers of Bayesian calculation.

RenaeMertain

From My Heart to Yours

Ty Unglebower

Writer. Actor. Introvert.

Morbus ignorantia - Die Krankheit Unwissen

Die Meinung ist frei - und die Wahrheit ist Macht

The S.P.A.C.E Program

Students Preparing a Changing Earth

Sas

Saying it All as it Sounds.

Dirty Nerd

Texte von der dunklen Seite des Nerdtums von David Grashoff

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SEW KATIE DID

because thread is the best glue.

Into the wild

Adventures of a dominican photographer traveling the world.

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